Was sagen Sie?
Die Autobuslinie 11A und die U-Bahnlinie U1 sind häufig überlastet. Mit der Bebauung des Nordbahnhofgeländes werden viele zusätzliche Menschen in den Bezirk ziehen. Doch welche öffentlichen Verkehrsmittel werden ihnen zur Verfügung stehen?
Zur Vorgeschichte:
Bereits seit einem Jahrzehnt plant die Stadt Wien an einer Straßenbahn durch das Nordbahnhofgelände. Schon im Verkehrskonzept der Stadt Wien von 2003 ist eine Straßenbahn vom Praterstern durch das Nordbahnhofgelände und die Engerthstraße bis zur U6-Handelskai und zum Friedrich-Engels-Platz vorgesehen.
Doch der Bezirksvorsteher des 20. Bezirks hat sich bisher erfolgreich dagegen quer gelegt, weil er um einige Parkplätze in der Engerthstraße fürchtet. Nun möchte die Stadt Wien die Linie O über die Nordbahnstraße weiterführen, auf Höhe Am Tabor ins Nordbahnhofgelände führen und in der nordwestlichen Ecke dieses Gebiets (ver-)enden lassen.
Gerüchteweise stellen die Wiener Linien aber den Sinn dieser „Sackgassen-Straßenbahn“ – zu recht – in Frage. Es besteht also die große Gefahr, dass das Nordbahnhofgelände erst wieder nur von 1-2 Zubringerbussen erschlossen wird.
Was sagen Sie dazu? Bevorzugen Sie ‘Bim‘ oder ‘Bus‘?
Wir freuen uns auf weitere Anregungen, Wünsche, Vorschläge zum Nordbahnviertel. Nutzen Sie die Kommentarfunktion unten, wir antworten auch sicher
Wolfgang


Wichtig wäre die Straßenbahnverbindung Linie O wie im Plan eingezeichnet — allerdings mit einer Verlängerung zur Engerthstraße und dann die Engerthstraße entlang bis Friedrich Engels Platz
Dazu die Buslinie 11A durch eine Straßenbahnlinie 11 ersetzen (bzw. die Linie 11 eigentlich wieder in Betrieb nehmen, vorhanden war sie ja bis in die 1970er Jahre)
Linie 11 – Heiligenstadt – Stifter Straße – Engelsplatz – handeskai U – Engerthstraße – Voragartenstr U – Elderschplatz – Gleise der Linie 21 bis stadion (Stadionschleife behalten für stadionverkehr richtugn wien 19/20) – Prater hauptallee / Stadionbad – Endstation bei U3 Schlachthausgasse!
Hallo,
wie das auch ausgeht, sollte man sich mal gedanken machen, wie sinnvoll ist es eine Straßenbahn durch das Nordbahnhofgelände zu führen.
Vor Jahren hat man die Engerthstraße um einige Millionen Euro umgebaut und jetzt will man das schon wieder machen. Was bringt eine Straßenbahn durch das Nordbahnhofgelände wenn man die angrenzten Möglichkeiten einfach links liegen lässt.
Sollte man sich nicht ein gutes Konzept überlegen, bevor man so etwas wie den 82A wieder durchfahren lässt, oder hat man genug Geld….
ich hab mir die bilder angesehen ohne den text gelesen zu haben… das erste was ich mir gedacht hab „warum endet die bim dort und geht nicht weiter bis u6 handelskai?“. ich glaube das sagt eh alles
das 2. was mir als/für radfahrer auffiel… die große straße parallel zu sbahn und nordbahnstraße mit 2 fahrradwegen: da fehlt dann am pratersternende ein stück in der joseph-roth-gasse um direkt in die venediger au/ins stuwerviertel zu kommen.
wird man da die möglichkeit haben die joseph-roth-gasse problemlos zu benutzen?
Ja, es ist ja auch eine Schnapsidee, die Straßenbahn mitten im Viertel enden zu lassen. Wir hoffen, dass da noch was zu machen ist und wir werden das unsere dazu beitragen.
Zur fehlenden Radverkehrsanlage in der Joseph-Roth-Gasse ist zweierlei zu sagen. Diese Grafik ist mehr oder weniger das Grobkonzept und bis die große Allee (im ersten Konzept hieß sie Riesenradallee, inzwischen hat die SPÖ beschlossen, sie „Bruno-Marek-Allee“ zu benennen) gebaut ist, werden noch einige Jahre vergehen.
Ich bin mir sicher, dass die Joseph-Roth-Gasse dann vom Radverkehr problemlos benutzt werden kann. Ob dafür eine eigene Radverkehrsanlage (Radstreifen) notwendig sein wird, kann man jetzt noch nicht sagen. Aber wir werden darauf achten, wenn es soweit ist.
Radstreifen sind NIE notwendig !
Tja, lieber coyote, da werden wir wohl vermutlich nie einer Meinung sein.
Ich verstehe deinen Standpunkt insoweit, als ich als Alltagsradler in den meisten Fällen (wenn ich ganz legal auch mit dem Autoverkehr mitfahren kann) auch nicht wirklich einen Radstreifen brauche. Aber es geht hier nicht nur um verkehrserprobte Alltagsradler wie dich und mich, sondern auch um Leute, die eine eigene Radverkehrsanlage brauchen oder wollen.
2 Beispiele:
- Mit meinen Kindern wäre ich die Alserbachstraße, so wie sie früher war (Autos sind kreuz und quer gestanden, ich hab den Stau halt einmal links, einmal rechts überholt) gefahren. Jetzt mit dem Mehrzweckstreifen ist das viel leichter.
- In der Praterstraße würde ich auch sicher nicht mit meinen Kindern auf der Fahrbahn fahren. Viel zu schnelle Autos. Dort freue ich mich über den Radweg. Allerdings ist er immer noch viel zu schmal (wir haben vor Jahren sogar eine Studie in Auftrag gegeben, die ergeben hat, dass man ohne Probleme die Straße stadtauswärts auf 1 Spur verschmälern könnte).
Auch ein breiter Radstreifen auf der Fahrbahn wäre besser als die derzeitige Lösung.
Und es geht jetzt nicht nur um Kinder, sondern auch um die vielen Leute, die mit Radfahren beginnen wollen, oder eben nicht so sicher mit dem Rad fahren wie wir beide. Und diesen wollen wir ja auch den Umstieg auf das Fahrrad erleichtern.
Außerdem bedeutet ein Radstreifen auch eine erhöhte Sichtbarkeit des Radverkehrs und damit eine psychologische Aufwertung des Verkehrsmittels Fahrrad.
Ciao, Wolfgang
Hallo!
Also ich glaube auch für erwachsene, sattelfeste Radfahrer ist der Radstreifen einfach sicherer! OK, der Praterstrassenradweg ist viel zu schmal, aber trotzdem halte ich ihn für sicherer als wenn man sich mit dem Rad durch den dichten Autoverkehr schlagen muss.
lG, Meta
Die Verlängerung der Straßenbahnlinie O in die Nordbahngründe war von Anfang an geplant – warum redet da jetzt jemand von einer „Sackgassenlinie“? So denken und reden Autofahrer. Für die Straßenbahn gibt es keine Sackgassen, denn jede Straßenbahnlinie kann verlängert werden. Der O-Wagen ist früher über die Dresdner Straße zum Friedrich-Engels-Platz gefahren, und er könnte in Zukunft über Engerthstraße oder Vorgartenstraße wieder dorthin fahren – also wo ist hier eine „Sackgasse“? Offensichtlich in manchen Köpfen. Wenn sich so ein SPÖ-Bezirksvorsteher um Parkplätze sorgt, muß er sich daran erinnern lassen, daß er damit die Leistungen seiner Väter und Großväter verrät: Das „Rote Wien“ hat in den 1920er Jahren das beste Straßenbahnsystem der Welt aufgebaut. Und er muß daran erinnert werden, daß er damit die Zukunft seiner Enkel verrät: Das Auto hat seine Zeit gehabt.
Ich habe Sackgassenlinie geschrieben, weil der O eine solchige wird, wenn die aktuelle Planung tatsächlich so umgesetzt wird. In der jetzigen Form ist der O dann lediglich eine Zubringerlinie zum Praterstern. So wie es in Wien halt leider auch sehr oft Buslinien gibt, die nur eine Zubringerfunktion bis zur nächsten U-Bahn haben.
Insoferne würde es mich auch gar nicht wundern, wenn am Schluss nicht einmal eine Straßenbahn kommt sondern nur ein Zubringerbus. Das halten wir für eine schlechte öffentliche Anbindung des neuen Wohnviertels, halb so groß wie der 8. Bezirk. In der jetzigen Form hat der O ja nicht einmal eine Verknüpfung zum 11A.
Natürlich ist es auch weiterhin möglich, dass der O – so wie seit langem geplant – bis zum Fr. Engels-Platz verlängert wird und damit die Anbindung an U6, S45 und Schnellbahnstammstrecke geschaffen wird.
Doch warum sollte es jetzt auf einmal möglich sein, wenn der Brigittenauer Bezirksvorsteher diese sinnvolle Verlängerung bereits seit einem Jahrzehnt erfolgreich verhindert? Wieso sollten sich Schicker, Brauner und Häupl auf einmal trauen, mit dem Bezirkskaiser Tacheles zu reden? Wieso sollte sich BV Kubik auf einmal für die – zukünftigen – BewohnerInnen des Nordbahnhofgeländes ins Zeug legen?
Ich weiß keine Antworten auf diese Fragen. Zu hoffen wäre es natürlich, deshalb werden wir weiterhin Druck in diese Richtung machen. Und deshalb versuchen wir natürlich auf die Bevölkerung in die Entscheidungsfindung miteinzubeziehen.
Ich habe für Bus gestimmt.
Vorteile die ich gegenüber der Strassenbahn sehe:
* Es ist nicht notwendig gleich 15 Minuten zu warten, weil irgendein ignoranter, unfähiger Autofahrer mal wieder mit zu wenig Abstand zu den Schienen parkt.
* Da ich denke dass in den Bus weniger Leute passen als in eine Bim sind bei gleichem „Durchsatz“ die Intervalle kürzer.
* Rein aus dem Gefühl können Busstationen kürzer beieinander stehen als das bei der Bim der Fall ist, da nicht soviel Masse beschleunigt werden muss.
* Da das Gelände über die nächsten 20 Jahre im Wandel ist, kann man bei Buslinien noch eher auf Veränderungen reagieren. Wenn man bei der Bim mal die Schienen verlegt hat, wäre es doch sehr aufwendig nach 2 Jahren doch 2 Gassen paralell zu fahren, weil das Gebiet „breiter“ geworden ist.
Denn wie kurz die Intervalle sind, oder ob man sich durch den Stau quälen muss oder nen eigenen Fahrstreifen bekommt, sind Entscheidungen die Unabhängig von Bus/Bim getroffen werden können/müssen.
lG, Meta
ad Intervalle: Im Normalfall hat die Tram kürzere Intervalle als ein Bus. Ein 15’-Intervall gibz bei der Tram fast nirgends, beim Bus hingegen öfters – auch untertags.
ad Stationsabstand: Die Stationen wären sicher am gleichen Ort, egal ob Bus oder Tram.
ad Trasse: In dem Gebiet wird es eine breite Allee geben (vom Praterstern Richtung Innstraße/Engerthstraße). Dort war auch die Tram geplant. Alternativrouten sind nicht notwendig.
Ein weiterer Vorteil einer vollwertigen Tram ist der, dass sie über den Praterstern hinaus und über die Innstraße hinaus weiterfahren würde (Richtung 3. Bezirk und Richtung U6-Handelskai).
ad Intervalle:
Nur weil der Durchschnittsinterval einer Bim geringer ist als vom Bus ist das mMn kein Argument für die Bim, denn man kann sehr wohl auch einen Bus mit kurzen Intervallen fahren lassen. Die Bim die ich aktuell am häufigsten nutze ist der 42er, und der fährt regulär in Intervallen von 7-10 min. Beim Bus ist dass der 11a, der deutlich kürzere Intervalle hat, und selbst bei „Problemfällen“ (einer fällt aus) warte ich selten länger als 10min. Beim 42 kann es schon mal vorkommen, dass man nach 10 min „regulärer“ Wartezeit feststellt, dass er wegen einem parkenden Auto nicht weiterfahren kann, und dann doch zu Fuss geht, weil es Ewigkeiten dauert bis da wieder was weitergeht…
ad Trasse:
Selbst wenn es jetzt nicht „geplant“ ist – ich erinner mich dass der 11a vor ein paar Jahren monatelang und vor etwas mehr als nem Jahr für ein paar Wochen der 11a bis zur Remiese auf der Vorgartenstr. gefahren ist, da auf der Engerthstr. eine Baustelle war. In diesem Stadterneuerungsgebiet wird es wohl zwangsläufig permanent Baustellen geben, und durch ne Bim würde man sich auch noch diese Flexibilität nehmen.
ad Verlängerung:
Ja, über den Praterstern hinaus wär sicher sinnvoll, aber Richtung Handelskai wurde ja extra bekrittelt dass es nicht „weitergeht“. Wobei ich die Verlängerung bis Handelskai für deutlich wertvoller halte als eine Verlängerung der Bim auf die andere Seite des Praterstern, denn ich bin ziemlich sicher dass 95% der Benutzer der Linie (egal ob Bus oder Bim) damit nur bis zum Praterstern fahren.
lG, Meta
Jetzt nur einmal @ Verlängerung:
Es war schon seit vielen Jahren geplant, dass die Tram bis zum Fr.Engelsplatz über die Engerthstraße weiterfährt. Und natürlich wäre das sehr sinnvoll, weil damit das Nordbahnhofviertel auch an die U6 und die S45 angeschlossen wäre und andererseits der 11A entlastet werden könnte.
Geplant von der MA18, gewollt vom Verkehrsstadtrat, von den Wiener Linien, angeblich auch vom Leopoldstädter Bezirksvorsteher.
Und verhindert vom Brigittenauer Bezirksvorsteher, weil der um ein paar Parkplätze in der Engerthstraße fürchtet.
Da läuft doch etwas gewaltig falsch in der Wiener Verkehrspolitik. Oder sollten etwa jene recht haben, die schon immer gesagt haben, dass es in Wien keine Verkehrspolitik gibt, die ihren Namen verdient?
He wartet mal!
Unabhängig von Bus/Bim oder sonstigen Überlegungen. Da ist doch wirklich ein Schnellbahnzeichen neben der Reichsbrücke. Das kann doch nur ne S45-Verlängerung sein. ;o)
lG, Meta
Stimmt. Hier gibt es auch Überlegungen, die S45 über den Handelskai bis zum Praterkai zu verlängern und dort mit der S80 zu verknüpfen. Die ÖBB ist sehr interessiert und wir fordern das auch schon seit langem.
Doch die Stadt Wien will dafür kein Geld ausgeben und der SPÖ-Vorsitzende der Verkehrskommission Leopoldstadt, BV-Stv. Junek ist der Meinung, dass das den BewohnerInnen der Leopoldstadt nix bringt.
Das sehen wir völlig anders – die Vorteile dieser Verlängerung:
- Schnelle Verbindung von der Leopoldstadt in den Westen Wiens
- Verknüpfung mit der S80
- Entlastung des Busses 11A, der eh schon an seiner Kapazitätsgrenze ist.
Betr. Verkehrspolitik im II. und XX.:
Die Verantwortlichen für die Verhinderung eines ökonomisch und ökologisch günstigen Personennahverkehr sind – wenn ich die Mitteilungen hier lese – offenbar die SPÖ-Bezirksvorsteher des II. und XX. Bezirks. Ich bin mit dieser Verkehrspolitik absolut nicht einverstanden. Was kann ich als SPÖ-Mitglied tun? Wie komme ich an diese Herren heran, um sie nach einer Begründung für ihre Haltung zu fragen? Wo kann ich Planungsunterlagen und Protokolle zu Beschlüssen einsehen; wo kann ich prüfen, ob so ein Beschluß überhaupt rechtskräftig ist? Wen muß ich ansprechen, um diese Entscheidungen noch einmal prüfen zu lassen? Was kann ich unternehmen, um diesen ganzen Wahnsinn aufzuhalten?
@Protokolle und Beschlüsse.
Ich bezweifle, dass es hier formale Beschlüsse gibt, den O nicht zu bauen. BV Lacina war bis zu seiner Pensionierung dagegen, das reicht ja wohl ;-(. Sein Nachfolger, BV Derfler änderte diese Linie der SPÖ Brigittenau auch nicht. Und dem Leopoldstädter BV Kubik war die Sache wohl nicht wichtig genug, um sich öffentlich für die Tram einzusetzen.
Auf Bezirksebene halte ich es für sinnlos, wenn Sie sich um Gesprächstermine bemühen.
Ich würde eher versuchen, mit Stadtrat Schicker oder Stadträtin Brauner einen Termin zu bekommen, oder wahrscheinlich noch besser, jene bei einem SPÖ-internen Termin auf dieses Problem anzusprechen. Der 1. Mai ist ja leider gerade vorbei, aber es wird sicherlich noch andere Gelegenheiten dazu geben – so genau kenne ich den Terminplan der SPÖ auch wieder nicht.
Wenn Sie noch mehr SPÖ-Mitglieder dafür gewinnen können, umso besser.
Viel Glück dabei.