82A – Kindesweglegung der ÖVP?

12 05 2009

Leerer Bus im Wohnviertel

Leerer Bus im Wohnviertel

SP-Bezirksvorsteher Kubik hat es gestern geschafft, etwas Bewegung in die festgefahrene Diskussion um den Geisterbus 82A im Stuwerviertel zu bringen. Unfreiwillig, aber was soll’s.

Mit seinen Aussagen in der gestrigen Kronenzeitung, die einen klassischen Fall von Realitätsverweigerung darstellen, hat er uns zu einer Presseaussendung gezwungen. Weder war seine Darstellung des Diskussionsabends in der Gebietsbetreuung richtig, noch ist seine Abqualifizierung der initiativen BürgerInnen aus dem Stuwerviertel in Ordnung.

Interessant war weiters, dass eine Stunde später der gf. Bezirksparteiobmann der ÖVP Leopoldstadt, Stadtrat Norbert Walter auch eine Presseaussendung ausgeschickt hat, in der die ÖVP erstmals von ihrer Zustimmung zum 82A etwas abrückte.

Noch im vergangenem Juni, als die ÖVP die bereits zugesagte AnrainerInnenbefragung zur Linie 21 durch einen klassischen Umfaller zu Grabe trug, sandte eben jener Herr Walter einen persönlichen Brief an die AnrainerInnen im Stuwerviertel aus. Darin lobte er den 82A noch über den grünen Klee („Daher haben wir für eine vernünftige Verkehrslösung gekämpft und so die Wiener Linien und die SPÖ Wien zum Handeln gezwungen. Ab Oktober wird eine neue Buslinie 82A zwischen Stadion und Praterstern geführt, die erstmals das Stuwerviertel optimal an das öffentliche Verkehrsnetz anbindet.“).
Auch im Bezirksparlament freuten sich die ÖVP-MandatarInnen damals sehr darüber, dass sie den 82A durchsetzen konnten.

82A: Raus aus dem Stuwerviertel

82A: Raus aus dem Stuwerviertel

Aber man kann ja klüger werden – auch die ÖVP. Einerlei was diesen Meinungsumschwung bewirkt hat, es ist zu hoffen, dass er noch länger Bestand hat. Wir werden der ÖVP Leopoldstadt im nächsten Bezirksparlament im Juni die Gelegenheit geben, ihren Sinneswandel unter Beweis zu stellen, wenn wir die Änderung der Linienführung des Busses beantragen.
Denn wenn man sich im Stuwerviertel bei der Bevölkerung umhört, kann es nur eine Lösung geben: Raus mit dem Bus aus der Wohngegend Stuwerviertel und auf direktem Weg vom Elderschplatz über die Ausstellungsstraße zum Praterstern. Idealerweise nicht als eigene Buslinie, sondern als Verlängerung einer bestehenden Buslinie – 5A oder 80B.

Wolfgang


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