Wer den Radweg bei der Kaiserwiese zwischen Hauptallee und Ausstellungsstraße benutzen will, hat es zur Zeit nicht leicht. Quer über den Radweg steht ein großer Plakatständer, von dem der SPÖ-Spitzenkandidat Hannes Swoboda und sein A-Team herunterlacht. Will man am Herrn Swoboda vorbei, bleibt einem nur der Weg über die Wiese.
Wenn dieser Standort gewählt wurde, um die Aufmerksamkeit der RadfahrerInnen zu erlangen, ist dies damit eindrucksvoll gelungen. Wenn es um deren Stimmen bei der EU-Wahl geht, vielleicht nicht so sehr.
Wieso also dieser extravagante Standort? Hat sich das Stadtgartenamt dagegen ausgesprochen, dass das Plakat in der Wiese aufgestellt wird oder protestiert damit der Hr. Swoboda gegen die Radwegpolitik von Stadtrat Schicker?
Ich werd’ wohl den Herrn Swoboda direkt fragen und ihm jetzt noch ein Mail (s. unten) schicken. Mal sehen, wie lange es dauert, bis der Radweg wieder freigegeben wird.
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Sehr geehrter Herr Swoboda!
Ihre Wahlkampftruppe hat in Wien bei der Kaiserwiese zwischen Hauptallee und Ausstellungsstraße ein großes Plakat mit Ihnen drauf aufgestellt. Quer über den Radweg.
Das ist einigermaßen störend und stellt einen vor die Frage „Wieso gerade dort?“.
Vielleicht wäre es Ihnen möglich, diese Frage zu beantworten und gleichzeitig die Freigabe des Radwegs zu veranlassen.
Mit freundlichen Grüßen,
Wolfgang Kamptner
Verkehrssprecher der Grünen Leopoldstadt


ist doch interessant, dass A-team am swoboda-plakat weder hand noch fuß hat, , , wenn ihr mehr über A-team wissen wollt:
http://www.youtube.com/watch?v=PIfuaUTH9Y4
brigitte
Dieses manipulative Foto zeigt auf welche niedrige populistische Ebene sich die Grünen derzeit (?) begeben. Seit Jahren wird an dieser Stelle die Bühne für das Maifest aufgebaut, aus Sicherheitsgründen wird diese etwa 35m lange Schleife abgesperrt. Die Befahrbarkeit des Radweges ist entlang der Hauptstrecke jederzeit gegeben. Es ergeben sich daraus keinerlei Nachteile für FußgängerInnen oder RadfahrerInnen. Unfeiner grüner Populismus… Ich mag es gar nicht, wenn so ein fieser Plan umgesetzt wird. mFG, George!
Oder muss ich B.A. schicken?
Werter Colonel Hannibal!
1) Wieso ist dieses Foto manipulativ? Die Situation stellt sich so dar, wie sie auf dem Foto zu sehen ist. Ich hab das Plakat nicht dorthin gestellt, nur um ein Foto zu bekommen.
2) Die Schleife war gestern aber nicht abgesperrt. Es stand lediglich der Werbeständer auf dem Radweg. Wenn man also von der Hauptallee kommend auf diese Radwegschleife einfuhr gab es keinen Hinweis darauf, dass in 50 Meter Entfernung ein Hindernis am Weg steht. Deshalb gab es in der kurzen Zeit, als ich dort stand auch 3 RadfahrerInnen, die auf dem Radweg fuhren und dann eben über die Wiese ausweichen mussten.
3) Was heißt „Die Befahrbarkeit des Radwegs ist entlang der Hauptstrecke jederzeit gegeben.“?
Die Hauptstrecke ist der Radweg, daneben ist ein Gehweg (auf dem Bild rechts zu sehen), den RadfahrerInnen gemäß StVO (Radwegebenützungspflicht) nicht benützen dürfen. Zumindest solange dort keine Umleitungsstrecke angegeben ist. Ich kann mich noch gut erinnern, als mich vor ein paar Jahren ein Polizist gemaßregelt hat, weil ich damals eben nicht über den Radweg, sondern über diesen Gehweg fuhr.
Oder ist die Praterstern-Hauptfahrbahn die Hauptstrecke für Sie?
4) Soweit ich mich erinnern kann, wird beim Maifest Radweg und Gehweg gesperrt und man hat überhaupt keine legale Möglichkeit zu dem Radweg in der Ausstellungsstraße zu kommen – zumindest war das in den letzten Jahren so. Und das ist sowieso überhaupt nicht in Ordnung.
Als ob es nicht schon genügen würde, dass wir Herrn Swoboda die für den Radverkehr verschissene Gestaltung der Mariahilfer Straße verdanken !
Am Sonntag den 3. Mai war der Radweg immer noch behindert, mit sinnloser Werbung blockiert.
Was haben eigentlich Gewista-Werbungen an und auf der Kaiserwiese verloren?
Diese stellen nur eine Gefahr für die Menschen dar.
Also wann kommt diese Behinderung endlich weg?
Robert
Also für mich sieht das Foto sehr gestellt aus…
Auch wenn ihr meine Stimme bei der nächsten Bezirkswahl bekommt, weil ihr euch für den 21er eingesetzt habt: Das ist genau die Art Populismus, weshalb ihr nicht ernst zu nehmen seid.
Das ist unprofessionell, manipulativ und kindisch.
Hallo Peter!
Das meinst du jetzt aber nicht ernst? Glaubst du echt, dass ich das Plakat für das Bild dorthin gestellt habe? Das wäre ja wohl wirklich vertrottelt.
Also bitte: Nein, ich habe den Plakatständer nicht dorthin gestellt. Er stand schon dort, als ich am letzten Dienstag dort zufällig vorbeifuhr. Soviel zum Vorwurf „manipulativ“.
ad „unprofessionell“: Ich kann dir garantieren, dass dies der schnellste Weg war, den Plakatständer vom Radweg wieder runter zu bekommen. Denn die SPÖ liest beim politischen Gegner ganz genau mit. Und wie mir heute erzählt wurde, dürfte der Plakatständer auch schon von der SPÖ entfernt worden sein. Also hat der Blogeintrag seinen Zweck erfüllt.
ad „kindisch“: Sorry, aber das ärgert mich am meisten. Es geht ja nicht darum, dass der SPÖ hier ein Fehler passiert ist, sondern es geht um eine Grundhaltung. In Sonntagsreden bekennt sich die SPÖ gerne zum Radverkehr, die Taten und Aussagen in den Gremien sprechen eine andere Sprache. In der Leopoldstadt wird der Radverkehr weiterhin auf den Gehsteig hinter die parkenden Autos verbannt (so abermals geplant für die Engerthstraße, in der Taborstraße hat es auf dem dortigen Radweg letztes Jahr sogar einen toten Radfahrer gegeben), Einbahnöffnungen scheitern meist daran, dass ein paar wenige Parkplätze aufgelassen werden müssten (nicht immer) und wenn man im Bezirksparlament Leopoldstadt zum Radverkehr spricht, erntet man von der SPÖ nur Desinteresse und Unverständnis. Und Radbügel für die Leopoldstadt wird es – wenn es nach der SPÖ Leopoldstadt geht – nur geben, wenn sie gratis sind. Sind sie nicht gratis, dann gibt’s eben keine Radbügel – Pech gehabt.
Und da passt ein Plakatständer, der einen Radweg absperrt, exakt in dieses Bild rein.
Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig erklären, warum dieser Plakatständer ein anschauliches Symbol für die Radpolitik der SPÖ in der Leopoldstadt ist und daher eben kein Populismus ist, sondern einen ernsten Hintergrund hat.
Ciao, Wolfgang
Siehe auch: http://vienna.mybikelane.com/post/index/7758
Es ist weg
Gestern bin ich wieder am Praterstern vorbeigekommen. Das Swoboda-Plakat war entfernt, am Sonntag soll es noch dort gestanden sein. Wenn ich davon ausgehe, dass es wahrscheinlich am Montag entfernt worden ist, dann hat es „nur“ 6 Tage gedauert, bis die SPÖ reagiert hat.
Von Swobodas Wahlkampfbüro, an das ich mein Mail geschickt habe, habe ich bis dato übrigens keine Antwort bekommen.
…ich glaub das waren die bösen blauen!!!
Super Bericht = thx = weiter so!
PS. Danke auch an den Coyoten fürs im Bikelane posten
Rechtsfreier (Park-)Raum Karmeliterviertel ?
Vielleicht können die Bezirksgrünen das einmal thematisieren…
http://vienna.mybikelane.com/tag/karmeliterviertel
hi coyote!
ad Kreuzung Hollandstraße/Kl. Sperlgasse: Das wird sich ändern. Wir haben vor 2 ½ Jahren einen Antrag auf einen Umbau der Kreuzung gestellt. Primär zur Erhöhung der Schulwegsicherheit.
Und in der letzten Sitzung der Verkehrskommission im April wurde nun berichtet, dass der Umbau dieser Kreuzung zu einer Vollkreuzung kommen wird. Ich gehe davon aus, dass die Radständer dort wieder errichtet werden und eine Verparkung nachher nicht mehr möglich sein wird.
ad Mehrzweckstreifen Hollandstraße: Auch hier wird es eine Änderung geben, die in dieser Form nicht unsere Zustimmung findet.
Der Mehrzweckstreifen in der Hollandstraße wird in beide Richtungen um 30 cm auf 1,80m verbreitert (immerhin). Dafür wird der Gehsteig auf der Seite zur Taborstraße hin von 3,10 auf 2,50m verschmälert. Wir sind gegen die Gehsteigverschmälerung und hätten lieber eine Umwandlung der Schrägparker in Längsparker gesehen. Aber das wollte die SPÖ nicht.
Ad Radstreifen Tandelmarktgasse: Danke für den Tipp, ich werde mir das mal vor Ort anschauen. Wir hatten so einen ähnlichen Fall am Ende des Radwegs in der Rotensterngasse bei der Taborstraße. Dort stand auch oft ein Falschparker in der Parkspur und blockierte die Weiterfahrt von der Rotensterngasse in die Haidgasse.
Nach zig Verkehrskommissions-Sitzungen haben wir jetzt dort endlich 1 Poller, der das Verparken verhindert.
Grüne Vorschläge für Änderungen der Verkehrsorganisation im Karmeliter/Rotensternviertel findest du übrigens hier. Und einige davon haben wir ja bereits auch schon durchgesetzt (Gr. Stadtgutgasse, Lilienbrunngasse, Kl.Sperlgasse/Schmelzgasse (soll kommen)).
Ciao, Wolfgang