Zugegeben, ich schätze die freien Fenstertage nach den Donnerstagfeiertagen im Frühling sehr, weil ich da hin und wieder mit Familie auf Kurzurlaub fahre. Deswegen bin ich von der Streichung der schulautonomen Tage auch persönlich betroffen.
Aber bis jetzt habe ich auch noch keine einzige Erklärung gefunden, wie mit dieser Maßnahme Geld gespart werden kann. Oder wie durch diese Maßnahme die Qualität des Schulunterrichts gesteigert werden kann. Meiner Meinung nach bringt die Streichung der schulautonomen Tage also gar nix, außer dass Ministerin Schmid diejenigen etwas besänftigen will, die der Meinung sind, dass LehrerInnen zu viel frei haben. Und das ist Populismus pur – auf Kosten der SchülerInnen, von Jungfamilien mit schulpflichtigen Kindern und natürlich auch des einheimischen Tourismus.
Die Arbeitszeit der österreichischen Schüler ist im internationalen Vergleich ohnehin hoch, die Wochenarbeitszeit übersteigt häufig jene von berufstätigen Erwachsenen. Es ginge also nicht darum, dass die SchülerInnen noch mehr Zeit in der Schule verbringen müssen, sondern dass das Schulsystem effizienter wird. Aber da ist die ÖVP (und die Lehrergewerkschaft) leider der große ideologische Bremser.
Ein Gutes hat der heutige SchülerInnenstreik aber schon auch: Die SchülerInnen merken, dass Politik nichts Abstraktes ist, sondern direkte Auswirkungen auf ihr Leben hat. Und dass es wichtig ist, seine eigenen Angelegenheiten selber in die Hand zu nehmen.
Wolfgang



Naja die Schüler schneiden sich mit streiken ins eigene Fleisch