Mehrmals die Woche ärgere ich mich darüber, dass in der Krafftgasse ein einziger illegaler Parkplatz für die SPÖ mehr wert ist als der freie Durchgang für FußgängerInnen.
Geht man von der Unteren Augartenstraße den Weg durch den kleinen Park in der Krafftgasse, so wird der anschließende Übergang über die Haasgasse oft durch parkende Autos blockiert, obwohl dieser Parkplatz im 5m-Bereich der Kreuzung liegt und dadurch eigentlich illegal ist.
Deshalb habe ich bereits im März 2004 (!) im Bezirksparlament den Antrag gestellt, dass das verhindert werden soll.
Im September 2004 habe ich einen ergänzenden Antrag gestellt, dass zwischen Rembrandtstraße und Unterer Augartenstraße eine Radverkehrsanlage errichtet werden soll, um diese Lücke zu schließen. Schließlich fahren alle – Rad fahrenden – BewohnerInnen der Weisergründe auf dem Weg zum Bezirkszentrum des Karmeliterviertels (Bezirksamt, Markt, Polizei, Schulen, usw.) durch die Krafftgasse. Gegen die Einbahn bzw. durch den Park – egal ob erlaubt oder nicht.
Herr Junek, der SP-Vorsitzende der Verkehrskommission hat beide Anträge zusammengefasst und es hat „nur“ knappe 2 Jahre gedauert, bis er die MA46 damit beauftragt hat, Pläne für eine Radverkehrsanlage in der Krafftgasse zu erstellen. Diese Pläne bekamen in der Verkehrskommission schließlich eine rotgrüne Mehrheit und wurden dem Finanzausschuss zugewiesen.
Praktischerweise ist Herr Junek auch dort der Vorsitzende und in dieser Funktion erklärte er nun (ca. 2007), dass die Umsetzung des Projekts leider nicht möglich sei, weil dafür zu wenig Geld vorhanden sei, da die neue Ampel in der Unteren Augartenstraße mit ca. 250.000,- Euro zu teuer sei. Man müsse das Rad halt entweder schieben, oder über Förstergasse oder Obere Augartenstraße ausweichen – Pech gehabt. Der illegale Parkplatz war nicht einmal mehr eine Erwähnung wert.
Das Perfide daran ist, dass wir nie eine Ampel verlangt haben, sie aber auch nicht abgelehnt haben, als das Projekt in der Verkehrskommission inkl. Ampel vorgestellt und angenommen wurde. Jetzt ist der erste Antrag also knapp 5 Jahre alt und wir beginnen das Spiel von neuem.
In der Dezembersitzung des Bezirksparlaments haben wir einen neuerlichen Antrag für eine Radverkehrsanlage in der Krafftgasse eingebracht. Extra ohne Anbindung an die Leopoldsgasse. Vielleicht geht das durch.
Und über die illegal parkenden Autos, zwischen dem Park und dem Gehsteig ärgere ich mich weiterhin. Zumindest weiß ich, dass ich da nicht alleine bin, denn es geht vielen BewohnerInnen der Weisergründe ähnlich wie mir.
Solange die SPÖ nicht bereit ist, solche kleinen Verbesserungen umzusetzen und weiter blockiert, können sie noch so oft vorm ADEG ihr Kasperltheater aufführen, sie werden nicht über 20%-WählerInnenanteil in den Weisergründen kommen.
Ich weiß, ein schwacher Trost, aber vielleicht liest Herr Junek ja diesen Blog und denkt darüber nach.
Wolfgang



Kann man die Autos, die (wie gesagt) illegal Parken nicht (auf ihre kosten) abschleppen lassen?
Da liegt ja Schnee! Was ist los im Zweiten, ist das Salz ausgegangen?
Keine Angst, nur zwischen 2 Grünflächen. Am restlichen Gehsteig ist er eh bald wieder gekillt worden ;-(
Ich fände es schön, dass wenn sich jemand die Mühe macht diesen Beitrag zu schreiben es auch möglich wäre, die Vorschläge und Kritikpunkte auszudiskutieren! Ich warte auf ein Statement!
Hallo Armin!
1. lerne ich schön langsam, dass Blogger eher ungeduldig sind,
2. schaue ich auch nicht immer in unser Weblog rein und
3. gibz jetzt hier das Statement zu deinem Vorschlag:
Abschleppen spielt’s leider nicht, weil das die Polizei nur veranlasst, wenn durch das parkende Auto den Verkehr behindert – und damit ist nur der Autoverkehr oder der Öffentliche Verkehr gemeint. Das habe ich mir schon sagen lassen müssen (nicht in diesem Fall, aber bei einem vergleichbaren).
Natürlich wäre es möglich, immer wieder Anzeigen zu machen, aber das ist kein nachhaltiger Weg.
Als Politiker versuche ich natürlich, das Problem auf politischem Weg zu lösen. Soll heißen die Verkehrsorganisation so zu ändern, dass das Verparken nicht möglich ist. Idealerweise gleich, indem auch noch was für den Radverkehr gemacht wird und die Lücke zwischen Rembrandtstraße und Leopoldsgasse geschlossen wird.
Zumindest aber durch Aufstellen von Pollern, um das Parken dort zu verhindern.
Dafür ist die Bezirksvertretung Leopoldstadt zuständig und nachdem der SP-Vorsitzende den Vorschlag im Finanzausschuss abgedreht hat, ist die SPÖ für das Nichtstun verantwortlich. Selbst wenn ich wollte, dürfte ich dort keine Poller aufstellen, denn das ist die alleinige Sache der Verwaltung, die dies auf Auftrag der zuständigen PolitikerInnen tun kann.
Mir ist daher nichts anderes übriggeblieben als im letzten Dezember einen ähnlichen Antrag wieder einzubringen. Parallel dazu versuche ich das Versäumnis auch medial zu einem Thema zu machen. Und schließlich sind Beschwerden von anderen Betroffenen beim Bezirksvorsteher sicher auch hilfreich.
Ciao, Wolfgang
Ja – die Ungedult ist ein wahrlich menschliches Verhalten! =) Besonders im IT-Zeitalter gibt es immer mehr Angebot und daher (da leichter zugänglich) mehr Nachfrage, darunter leidet natürlich die Gedult und damit die Qualität! =(
Gut natürlich willst du als Politiker das Problem auf der politischen Ebene lösen, aber wäre es nicht sinnvoll jedes mal wieder (zusätzlich zu den anderen Reaktionen – Anträge, usw) Anzeige zu erstatten?
Wenn ich alle verparkten 5m-Zonen im Bezirk anzeigen würde, hätte ich wohl zu sonst nichts mehr Zeit. Wenn es wer anderer machen will, halte ich ihn natürlich nicht auf.
Und selbst wenn man es öfters macht, ist das noch lange keine Garantie, dass am nächsten Tag nicht ein anderes Auto dort steht.