Die Schneeflocke – der Lieblingsfeind der Umweltstadträtin

29 01 2009

Abwehrkampf gegen Schneeflocken

Schneeflocken waren Dienstag Abend kaum zu sehen

Di., 27.1.09. 23 Uhr. Lufttemperatur +3 Grad. Regen mit vereinzelten Schneeflocken.

Ich bin noch unterwegs und sehe in der Oberen Donaustraße (also quasi im Stadtzentrum) ein Streufahrzeug der MA48 fahren. Als ich näher komme denk ich mir, ich seh nicht richtig. Das Streufahrzeug streut doch tatsächlich Salz auf die Straße (Feuchtsalz = in Wasser gelöstes Steinsalz).

Wie gesagt, die Straßen sind nass vom Regen, nirgendwo bleibt auch nur der geringste Schnee liegen. Aber die MA48 streut Salz – das ist in meinen Augen in höchstem Maße hirnrissig.

Winterdienst macht Winter weg

Winterdienst macht Winter weg

Welche Probleme das Steinsalz verursacht habe schon vor kurzem hier im Blog beschrieben.

Ich halte die Streuung bei Regen für völlig überflüssig. Nicht nur, dass Kosten verursacht werden (Material, Treibstoff und Überstunden der MA48-Mitarbeiter), es wird auch die Umwelt belastet und Fahrzeuge werden geschädigt.

Das Feuchtsalz wurde durch den Regen sicherlich auch rasch wieder in die Kanalisation gespült oder in den Boden geschwemmt. Es kann hier also nicht einmal mit vorbeugender Wirkung argumentiert werden. Nicht einmal am Mittwoch, als es doch dicht schneite, blieb im Stadtzentrum irgendwo Schnee liegen (nicht einmal auf Grünflächen), weil es dazu zu warm war.

Typische Salzschäden bei einem Kastanienblatt

Typische Salzschäden bei einem Kastanienblatt

Man kann sicher darüber diskutieren, ob und welches Auftaumittel bei Schneefahrbahn gestreut werden soll, aber Salzstreuung bei (Schnee-)Regen ist einfach unmöglich.

Irgendwie haben die Verantwortlichen der Stadt Wien offenbar ein gestörtes Verhältnis zum Schnee. Und der – für den Winterdienst zuständigen – Frau Umweltstadträtin sei hiermit noch einmal ans Herz gelegt, dass sie ja eigentlich für den Schutz der Umwelt da sein sollte und nicht für den Umsatz der österreichischen Salinen AG.

Wolfgang


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3 Antworten

11 02 2009
wolfgangkamptner

Di., 10.2., 17:45. Gut, es hat vorher einige Zeit dicht geschneit. Und auf manchen abgestellten Autos liegt auch ein klein wenig Schneematsch, aber nicht auf der Straße. Da ist alles nass, es hat ja auch noch 2 Plusgrade.

Doch was sehe ich in der Leopoldsgasse im Leopoldstädter Tiefland fahren? Richtig, ein Streufahrzeug der MA48, das hurtig die nasse Straße einsalzt. Die Wettervorsage für Wien auf ORF-On sagt für die Nacht übrigens 1 bis 3 Plusgrade voraus, 3 Grad in der Innenstadt. Also besteht nicht einmal die – geringe – Gefahr, dass das Wasser auf den Leopoldstädter Straßen gefriert.
Einfach absurd…

3 03 2009
Der Salzbaron

Soviel Salz, wie in diesen Winter, wurde in den letzten Jahren nicht gestreut.
Aber die Stadt Wien hat ja in allen Medien geprotzt, dass sie 20.000 Tonnen (20.000.000 Kilo) Streusalz im Hafen Freudenau bunkert.

Da hatte der Salzbaron seine Freude, wenn soviel Salz aus dem Inland aber auch eine große Menge aus dem Ausland gekauft wurde und den Umsatz und die Provisionen angekurbelt hat.

Wer so viel Streusalz bezahlt, muss es auch auf die Straßen bringen…auch auf Kosten der Umwelt – SCHANDE!

Ätsch! – Jetzt wirds eh warm!

27 01 2010
lexyluke

Es sollte geprüft werden ob es für Salz als Streumittel
Alternativen gäbe die auch wirtschaftlich vertretbar sind.
zb http://www.berger-kommunal.at/auftaumittel.html – nur als
Beispiel (das Ergebnis von 2min Googlen) – es wäre ökologisch
abbaubar, weniger schädlich für Hundepfoten und ein hart erarbeitetes
Auto welches oft unabdingbar ist (bin Niederösterreicher) wäre für
etliche Jahre vom Rost-Tod verschont und die Autoindustrie würde
dadurch die Umwelt weniger belasten – Wenn da nicht unsere Salzlobby wäre
die durch den irren (!) Salzverbrauch die heimischen Salinen fördert.
Wäre echt interessant zu prüfen in wie weit wir dadurch sogar alla long
inclusive Ersparnis(Auto-verbrauch) für den(die) kleine(n Mann/Frau
erreichen würden. – Man sieht wieder mal bei genauerer Betrachtung wie
engstirnig die Wirtschaft belebt wird und eine Blutspur hinterlässt.
- und steigend: woher bitte kommts dass der Salzverbrauch Jährlich
zunimmt?!? – etwa weil Jährlich so viele Strassenkilometer dazukommen?
….kann ich nicht glauben

please help!

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