Verbotene Salzstreuung

31 01 2009
Salz am Gehweg neben Sträuchern

Salz am Gehweg neben Sträuchern

Seit die Winterdienst-Verordnung 2003 in Kraft trat, streuen die Hausbesorgerfirmen das Trockensalz in viel zu großen Mengen auf den Gehsteigen. Auch wenn noch so wenig Schnee liegt – schließlich ist es viel billiger als ihre MitarbeiterInnen für das Schneeschaufeln einzusetzen oder das umweltfreundlichere Auftaumittel Kaliumkarbonat zu verwenden.Doch der hemmungslose Einsatz von Steinsalz ist nicht in allen Fällen erlaubt. Obwohl die Winterdienst-Verordnung 2003 ziemlich zahnlos ist, verbietet sie zumindest die Steinsalzstreuung in der Nähe von Grünflächen (10 Meter Abstand).

Steinsalz = Natriumchlorid = Pflanzengift

Steinsalz = Natriumchlorid = Pflanzengift

So können sie sich beschweren

Diesen Verstoß gegen §4 der Winterdienst-VO 2003 können Sie bei der MA42 – Stadtgartenamt zur Anzeige bringen post@m42.magwien.gv.at, Tel.: 4000-8042). Die MA42 schickt dann Kontrollorgane aus, welche Proben ziehen und überprüft, ob es sich dabei tatsächlich um einen Verstoß gegen die Verordnung handelt. Wenn dies der Fall ist, erstattet die MA42 beim jeweiligen örtlich zuständigen Magistratischen Bezirksamt Anzeige.

Wolfgang

"Salzbergwerk" in der Oberen Augartenstraße

„Salzbergwerk“ in der Oberen Augartenstraße





Die Schneeflocke – der Lieblingsfeind der Umweltstadträtin

29 01 2009

Abwehrkampf gegen Schneeflocken

Schneeflocken waren Dienstag Abend kaum zu sehen

Di., 27.1.09. 23 Uhr. Lufttemperatur +3 Grad. Regen mit vereinzelten Schneeflocken.

Ich bin noch unterwegs und sehe in der Oberen Donaustraße (also quasi im Stadtzentrum) ein Streufahrzeug der MA48 fahren. Als ich näher komme denk ich mir, ich seh nicht richtig. Das Streufahrzeug streut doch tatsächlich Salz auf die Straße (Feuchtsalz = in Wasser gelöstes Steinsalz).

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Das obszöne Sekret der Macht

27 01 2009

Der Riesenradplatz von Gala Sekret ist ein Xenogramm(*) – eine Einschreibung des Fremden mit den Mitteln der Architektur, oder was die Verantwortlichen für Architektur halten. In Wirklichkeit ist der Riesenradplatz von heute eine obszöne Imitation von „Architektur“ und hat mit kunstvoller Beschreibung eines (möglichen) Identitätsraumes nichts zu tun, der Riesenradplatz von heute ist eine Überformung, eine Einschreibung und gesetztes Monument eines obszönen Politikverständnis jenseits schon des Paternalismus.
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Um dieses Xenogramm zu entschlüsseln, ist es notwendig, sich mit den Motiven von Gala Sekret auseinandersetzen, was insofern schwierig ist, weil es sich hier zu allererst um eine Abwesenheit jedwedes stadtplanerischen Motivs handelt. Doch es wäre zu kurz gegriffen, im Riesenradplatz bloß eine Inszenierung des goldenen Kalbs, eines Götzenbildes zu sehen, um welches die Konsumenten tanzen sollen (demnächst auch mit Musikbeschallung). Und lassen wir auch die niederen Motive von Gala Sekret beiseite, die umgangssprachlich mit Freunderlwirtschaft, politisch mit Korruption zu beschreiben wären. Die nur noch auf sich selbst zurückgeworfene politische Macht ist im Kern nur noch obszön und hat kein weiteres Motiv mehr als die Verlängerung des eigenen Daseins. Trifft dieses Motiv auf pure Geltungssucht in Ermangelung realer Verdienste um das Gemeinwohl, betreibt die Politik die Kohabitation, den Beischlaf mit dem Mammon.

Der brüchigen und zerrissenen (wie jede andere auch) Identität des Praters, wurde eine poröse Attrappe vorgehängt; doch nicht die Attrappe selbst ist die Einschreibung des Fremden, sondern ihre Wirkung als Reizmuster, die Degradierung des Besuchers zum dümmlichen Konsumenten. Die Wiener und Wienerinnen wurden zu dummen Fremden an eigenen Orten, hier am Beispiel Prater, andere werden folgen. Folgenlos bleibt die Kritik der Fachleute, der Opposition, der Besucherinnen. Fragen wir jene, die fern bleiben, warum und was tun. Gala Sekret wird wegen dieses Debakels nicht zurücktreten, weil es in ihren Augen keines ist, sondern eine Story ihres Erfolgs (von was?), mit viel Einsatz herbeigeschrieben in den Gazetten und den hauseigenen Maschinen zur Produktion von Stimmung.

Der Kritik an der SPÖ müsste der offene Aufruf folgen zum Boykott einer Stadt, in die sich die Obszönität zunehmend einschreibt. Denn wir WienerInnen sind nicht obszön, wir gehen in den Prater, sofern wir ihn lieben, aus keinem anderem Grund, von potemkinschen Dörfern lassen sich nur Fremde täuschen.

*) Xenogramm: 1. Fremdbeschreibung; 2. Überbegriff für alle Arten von Verschlüsselungen wie Kryptogramme, Anagramme (z.B. Grete Laska : Gala Sekret; Potemkinsches Dorf : opfernde Mischkost)





Die Rennstrecke Ausstellungsstraße nimmt konkrete Formen an

24 01 2009
21er-Schienen raus

21er-Schienen raus

Im November wurde der erste Teil der Schienen in der Ausstellungsstraße herausgerissen und der Straßenumbau (mit 3-4 Fahrstreifen) begonnen. Diese Woche setzte die Stadt Wien ihre Zerstörungsarbeit fort.

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Verschrottungsprämie – Die Sozialpartnerschaft regiert wieder in Österreich

23 01 2009

2.500,- Euro für ein Autowrack - ein weites Betätigungsfeld für Autoschieber

1.500,- Euro für ein Autowrack - ein weites Betätigungsfeld für Autoschieber

Nachdem sich die österreichische Bundesregierung offenbar darauf geeinigt hat, keine Politik mehr zu machen, stößt die Sozialpartnerschaft (Wirtschaftskammer & ÖGB) in das Politikvakuum vor und regiert in Österreich wie früher.

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Kuriose Verkehrszeichen in der Leopoldstadt Teil 1

22 01 2009

Von Anfang Juli 2008 bis zum heutigen Tag ist dieser Abschnitt der Engerthstraße 244 eine Baustelle .

kummt do vielleicht a Bim? oder do net?

kummt do vielleicht a Bim? oder do net?

Bereits am 7. Juli 2008, also kurz nach der Euro, wurde begonnen zwischen den Stationen Meiereistraße und Stadion die ersten 310 Meter Schienen des 21ers zu demolieren.

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Salzorgie auf Gehsteigen und Radwegen

13 01 2009
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Hier hilft kein Öl mehr

In den letzten Tagen hat es in der Leopoldstadt aus dem Hochnebel leicht geflankerlt. Die Schneehöhe betrug schätzometrisch 2 Millimeter. Doch das reicht offenbar schon, um ganz Wien in Salzlösung zu tränken. Das ist völlig absurd.

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Etwas Chemie:

Salz (=Steinsalz, NaCl, Natriumchlorid) schädigt Böden, Pflanzen, Gewässer und Tierpfoten und führt zu Korrosion bei Beton, Stahl, Karosserien (Kfz und Räder).

s. Beilage der Umweltberatung.

Dabei fehlen in dieser Aufstellung noch die negativen Auswirkungen auf Fahrräder, Hunde und Schuhe:

- Fahrräder: Ketten und Schaltungen rosten viel schneller, Rahmen und Reifenmäntel werden brüchig und spröde.

- Haustiere: Auftaumittel greifen die empfindlichen Pfotenballen von Haustieren an, und der Splitt klemmt sich zwischen den Ballen fest und schmerzt. Wenn die Tiere das Salz aus Pfoten und Fell lecken können Probleme auftreten. Und wenn dann auch noch Splitt mit in den Verdauungstrakt gelangt, kann unter Umständen eine ernsthafte Erkrankung die Folge sein. Reizungen bis zu Entzündungen der Schleimhäute (Nase, Augen) sind möglich. Auch die gering behaarte Bauchseite kann Entzündungen oder Verletzungen durch die Winterstreuung bekommen.

- Und auch das Leder der Schuhe wird ruiniert (wird viel schneller spröde).

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Steinsalz bringt Pflanzen zum Absterben

Bis 2003 gab es in Wien ein Salzstreuverbot (ausg. bei Extremverhältnissen) – aus gutem Grund. Sogar an den Autobahn-Stadteinfahrten hieß es damals „In Wien gibt es Salz nur auf dem Salzstangerl“. Damit wollte die SPÖ noch auf den Slogan der „Umweltmusterstadt Wien“ anspielen. Doch davon hat sich die SPÖ bereits seit langem verabschiedet. Ex-Umweltstadträtin Kossina vollzog mit der Winterdienst-VO 2003 eine radikale Kehrtwende.

Das führte dazu, dass die MA48 alle Straßen mit einer Feuchtsalzlösung (Steinsalzsole) streuen, auch wenn noch so wenig Schnee liegt und trotz Winterreifenpflicht. Und die privaten Hausbesorger (-firmen) streuen das (trockene) Salz in viel zu großen Mengen auf die Gehsteige. Das wesentlich umweltfreundlichere Kaliumkarbonat ist übrigens ca. 4x so teuer als Steinsalz – das ist wohl der Hauptgrund für die Salzorgie in Wien.

Hausbesorger (-firmen) sind übrigens verpflichtet, Salz und Streumittel wieder einzukehren, wenn es eine Warmphase gibt, aber das überprüft niemand (zuständig wäre die MA22 – Umwelthotline (4000-8022). Dort können auch Verstöße gegen die Winterdienst-VO angezeigt werden (also wenn z.B. Salz in der Nähe von Grünflächen gestreut wird (10 Meter Abstand, ohne bauliche Trennung))).

Salzhaufen neben Grünfläche

Salzhaufen neben Grünfläche

Wir Grüne wollen den Einsatz von NaCl auf Extremverhältnisse wie Eisregen und Glatteis, sowie auf Kreuzungen und auf Straßensteigungen beschränken.

Nie auf Gehsteigen und Radwegen. Wenn dort wirklich Auftausalze notwendig sind, eher Kaliumkarbonat verwenden.

Wir fordern einen differenzierten, dreistufigen Winterdienst (wird auch vom deutschen Umweltbundesamt empfohlen):

Stufe eins – für Fahrbahnen der Nebenstraßen: lediglich räumen und gar nicht streuen.

Stufe zwei – für Bürgersteige und Radwege: Räumen und möglichst nur salzfreie, abstumpfende Mittel mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ streuen.

Stufe drei – für Gefahrenstellen und auf Kreuzungen: sparsamer Einsatz von Feuchtsalz.

Auch auf Bezirksebene haben wir bereits einige Male versucht, den Salzeinsatz zu verringern, doch stoßen wir dabei bei Bezirksvorsteher Kubik leider nur auf taube Ohren.

Wolfgang

Wer zahlt den Schaden?

Wer zahlt den Schaden?





Wiener Linien empfehlen Fußmarsch!

6 01 2009

Heute sind es 241 Tage, das der 21er mit 19 Stationen, 3 intelligenten Umkehrschleifen und einer Länge von 6,639 km, den Betrieb einstellte. Und diese intelligente und direkte Leopoldstädter Querverbindung zwischen Praterkai und Schwedenplatz mit einer Fahrzeit von 26 min. und das von 5:10 – 23:55, fehlt nach wie vor.  (Am Tag im 6 min. Intervall)

Seit dieser Zeit heißt es für viele Menschen öfter umsteigen und hatschen!

Ich hab hier 2 kuriose Beispiele, wo die Wiener Linien in den Linienplänen, einen 20 Minuten Fußweg, für die Kunden als normal betrachten.

1. Beispiel: Max-Winter-Platz 23 (Grätzelzentrum)  nach Heinestraße 23:

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Umsteigen und der Fußball?

4 01 2009

Was haben das Umsteigen und ein Fußballmatch gemeinsam? Es gibt jeweils einen Gewinner und einen Verlierer.

Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft war das Jahr 2008 nicht gerade das erfolgreichste, wie man auch beim letzten Spiel gegen die Türkei am 19. November bemerkte. Das Ergebnis: 2:4

I wart auf an Bus und der kummt net, kummt net...

I wart auf an Bus und der kummt net, kummt net...

Und beim Umsteigen steht es 1:4 für die Wiener Linien.

Denn die Verlierer sind die Kunden der Wiener Linien, die zwischen ca. 16:30 und Betriebsschluss bei der U2 Station „Stadion“ in einen Bus der Linien 11A, 77A, 82T u. 84A umsteigen wollen oder müssen.

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