Der Totalumbau der Ausstellungsstraße hat vor kurzem begonnen.
Die 21er–Schienen in der Ausstellungsstraße werden demontiert.
Die Ausstellungsstraße wird auf 3-4 Spuren für den Autoverkehr ausgebaut.
So sieht die rote Verkehrspolitik in Wien aus:
Straßenbahnen stilllegen, Straßen verbreitern …
Wolfgang





Gab es da gar keine Leasingverträge mit Chicago????
Ich verstehe echt nicht, warum sie die Schienen nicht in der Strasse lassen? Das kostet sicher nur eine Unmenge an Geld und bringt im Endeffekt sowieso nichts…ausser wieder eine Baustelle auf der Ausstellungsstrasse. Neben der normalen Schadstoffbelastung sind die Feinstaubwerte inzwischen unerträglich, auch hinsichtlich der zwei Kindergärten mit den jeweiligen Gärten auf die Strasse hinaus!
Das Ganze, inkl. dem idiotischen Pratervorplatz ein Skandal?!
Wer macht mal wirklich was dagegen????
Es ist immer faszinierend zu sehen, wie schnell etwas umgesetzt wird, um Tatsachen zu schaffen. Gleise entfernen, Bäume umschneiden, Häuser abbrechen;
Wenn´s die Genossen wollen ist alles möglich – und das gleich und sofort. Traurig!
bezüglich der Einstellung der Linie 21 waren die Wr. Linien auf Anfrage nicht bereit, die Einsparung durch die Einstellung unter Gegenrechnung der Kosten für die Bus-Ersatzlösungen bekannt zu geben. Die Ausrede: keineFirma gibt Kalkulationsunterlagen bekannt. Dies ist zwar richtig, aber die Wr. Linien sind keine normale Firma sondern wurden ausgegliedet, um nicht mehr durch den emeinderat kontrolliert werden zu können. Es ist zu vermuten, dass die Bus-Ersatzlösung, die sehr erhebliche Mängel aufweist, wie, dass ein Teil der busse am Rand des Wohngebietes geführt wird, statt mitten durch, teurer als die Weiterführung des 21ers kommt und Zweck der dummen Übung nur die Aufrechterhaltung der Mayer-Doktrin ist, nach der es keine Parallelführung zwischen U-Bahn und anderen ffis geben darf. Die Auswirkung dieser Doktrin ist die Endstelle Nestroyplatz des 5A statt Praterstern, auf dem es zahlreiche Umsteigemöglichkeiten gibt.
ad Natascha.
Die Ausstellungsstraße hat sicherlich durch den U-Bahnbau gelitten, aber deswegen ist es mE nicht unbedingt notwendig, die Straße völlig neu zu bauen.
Aber aus Sicht der SPÖ macht dieser Umbau sicherlich Sinn, und zwar aus folgenden Gründen (die ich nicht teile):
1) Zahlen den Umbau eh die Wiener Linien (is zwar auf Umwegen auch wieder Steuergeld, aber wurscht).
2) Werden damit vollendete Tatsachen geschaffen, dass dort keine Straßenbahn mehr fahren kann. Die Forderung nach einer Wiedereinführung des 21ers östlich des Pratersterns wird dadurch erschwert.
3) Kriegt das Messe-Parkhaus West endlich eine 4-spurige Zufahrtsstraße.
Und zur Frage, wer was gegen das Ganze, inkl. dem Pratervorplatz macht kann ich nur sagen: Wir Grüne, aber so lange es in Bezirk und Land absolute rote Mehrheiten gibt, können sie sich einbunkern und Misstrauensanträge, vernichtende Kontrollamtsberichte und 8.500 Unterschriften für den 21er einfach aussitzen und ignorieren. Ändern kann mensch das bei der nächsten Gemeinderatswahl im Jahr 2010.
Ich wohne in der Ausstellungsstraße und beobachte seit Monaten wie der Verkehr und damit Lärm und Schadstoffbelastungen ständig zunehmen!
Ein paar Vorschläge von mir:
- 30er Beschränkung in der Ausstellungsstraße (nur Zufahrt, keine Durchfahrtsstraße!)
- Wohnstraßen im ganzen Stuwerviertel
-Sehr Lange Grünphasen für FußgängerInnen und RadfahrerInnen bei den (hoffentlich zahlreichen) Querungen der Ausstellungsstraße
Gibts eigentlich aktuelle Luftgütemessungen von der Ausstellungsstraße bzw. auch vom Prater. Mittlerweile glaube ich ja, dass einmal joggen in der Hauptallee genauso schadstoffreich wie Passivrauchen ist -(
Hallo Bernd!
Ich fürchte, es wird nicht weniger werden mit dem Autoverkehr in der Ausstellungsstraße. Die SPÖ lässt die Gegend rund um die neue U2 mit Bürobauten und dem Einkaufszentrum beim Stadion zupflastern. Das sind natürlich alles Verkehrserreger ersten Ranges. Ein Verkehrskonzept, um diesen Verkehr in den Griff zu bekommen und umweltfreundlich abzuwickeln, gibt es nicht. Aber die Ausstellungsstraße wird – ab Schrotzberggasse – mehrspurig ausgebaut.
Zu der Ampel Ausstellungsstraße/Venediger Au haben wir vor kurzem einen Antrag gestellt.
Und Luftgütemessungen von der Ausstellungsstraße bzw. Prater sind mir keine bekannt. Es ist inzwischen schon wieder 8 Jahre her, dass wir eine offizielle Ozonmessstelle im Prater beantragt haben. Im Umweltausschuss wurde uns beschieden, dass das nicht nötig sei, weil es eh 4 Ozonmessstellen in Wien gibt. In der Leopoldstadt gibt es nur eine einzige Messstelle in der Taborstraße, Ozon wird dort auch nicht gemessen.
Ciao, Wolfgang
Warum die Geleise nicht drinnen bleiben konnten verstehe ich ABSOLUT NICHT.
Wenn die schon da sind ..
Die dann rausarbeiten ..
anstatt zu warten bis sich bei den Verantwortlichen eine intelliegentere Geisteshaltung entwickelt .. : (
Hallo Nirak!
Wie schon oben ausgeführt, sollen damit so rasch wie möglich vollendete Tatsachen geschaffen werden. Natürlich macht eine Straßenbahn in der Ausstellungsstraße weiterhin Sinn. Zum Beispiel auch mit veränderter Linienführung zur neuen WU. Die ist nämlich ziemlich weit weg von den U2-Stationen geplant. Würde man die Bim mit dem 5er verknüpfen (oder wieder durch die Heinestraße führen) und über die Südportalstraße führen wäre die WU, die 2012/13 ihre Pforten öffnet viel besser ans ÖV-Netz angeschlossen.
Wer weiß, vielleicht ändern sich die Zeiten (und Mehrheitsverhältnisse) einmal und man legt wieder Straßenbahnschienen in die Ausstellungsstraße. Eine Maßnahme, die jedenfalls gut ins übernächste Konjunkturpaket passen würde
Ciao, wolfgang
Da ich meistens nur mehr unter der Austellungsstraße, mit der U2 unterwegs bin, muss ich mich wenigstens nur mehr alle paar Tage ärgern ..
Aber das dann ordentlich
Alle Achtung das Du noch Humor besitzt : D
Liebe Grüße
Von wegen Humor: Wir müssen uns in der Frage des 21ers zumindest nicht vorwerfen lassen, dass wir nicht wirklich alles in unserer Macht stehende unternommen haben, ihn zu retten.
Und sonst bleiben noch die Erkenntnisse, dass a) eine absolute Mehrheit der politischen Diskussion einfach nicht gut tut und b) die ÖVP eine reine Opportunistenpartei ist und mit ihr kein Staat zu machen ist.
NEIN
das müsst Ihr nicht !!!
.. und dem Wahlvolk wurde vor der Wahl vom Bezirksvorsteher ja versichert das der 21 er bleibt.
Der Herr Kubik ist mir als Person sympathisch ..
ABER ..
anscheinend ist es Ihm unmöglich – Bezirksinteressen durchzusetzen ..
Der Grund dürfte meiner Meinung nach das viele Geld sein das durch die diversen Bautätigkeiten zirkuliert ..
Ich fürchte auch, dass das stimmt. Viele politische Entscheidungen in Wien (und Österreich) werden leider nicht nach inhaltlich nachvollziehbaren Entscheidungen getroffen, sondern danach, ob die Bauindustrie gefördert wird. Je aufwendiger ein (Volks-)Garagenbau, desto besser. Je mehr Tunnels (Lobauautobahn, Tunnelkette Klaus auf der A9, Koralmbahn) desto besser. Je mehr U-Bahnen, desto besser, auch wenn sie bis zu 10x teurer sind als vergleichbare Oberflächenlösungen mit Schnellstraßenbahnen.
Weil dadurch mehr öffentliche Gelder in die Bauindustrie fließen. Leider schaffen diese Großinvestitionen auch noch relativ wenig Arbeitsplätze, sondern helfen der Bauindustrie vor allem bei der Amortisation der großen Baumaschinen.
In der Leopoldstadt gibt es auch einen Bauboom, v.a. entlang der U2. BV Kubik hat dafür als ehemaliger Angestellter der Bank Austria viel Verständnis.
Und im Prinzip ist gegen eine Stadtentwicklung ja nichts zu sagen, doch es stellt sich immer die Frage, wie diese Entwicklung möglichst verträglich für die ansässige Bevölkerung abgewickelt werden kann und wie diese auch etwas davon hat.
Konkret heißt das z.B.:
- Bei der Bautätigkeit, die Staubentwicklung und den Lärm möglichst zu reduzieren, Ab- und Antransport des Baumaterials möglichst mit der Schiene.
- Die Verkehrsbelastung durch die neuen Arbeitsplätze, Disco, EKZ Stadion möglichst gering zu halten: Also ganz sicher keine neuen Parkplätze bauen, wodurch die ArbeitnehmerInnen und BesucherInnen von Disco und EKZ natürlich angelockt werden, mit dem Auto zu kommen.
Leider läuft da genau sehr viel falsch in der Leopoldstadt, weil die ArbeitgeberInnen und BetreiberInnen offenbar glauben, dass ihre Kundschaft hauptsächlich mit dem Auto kommt. Und die SPÖ spielt da mit und kann sich das offenbar auch nicht anders vorstellen.
Aber das ist falsch und die negativen Konsequenzen hat die Bevölkerung entlang der U2 zu tragen.
Die nächste Großgarage kommt übrigens so sicher wie das Amen im Gebet statt der Wieselburger Bierinsel bei der Ausstellungsstraße schon ziemlich bald, nachdem die Tochterfirma der Stadt Wien den Pächter endgültig rausgeekelt hat.