Der Abgang der U2-Station Schottenring in der Herminengasse ist für die BewohnerInnen des Karmeliterviertels ja eine ganz feine Sache. Doch leider fehlen dort – 5 Monate nach ihrer Eröffnung – immer noch Radbügel. Ein beträchtliches Hemmnis für bike&ride. Es fahren nämlich viele Menschen mit dem Rad zur Station, wie die Trauben von Fahrrädern am Bauzaun beweisen.
In den Plänen für den neuen Radweg in der Oberen Donaustraße sind zwar einige Radbügel eingezeichnet, doch leider wurde vor kurzem das Haus Obere Donaustraße 61 abgerissen, um einem Neubau zu weichen. Wegen dieser Baustelle wird es wohl Monate bis Jahre nicht möglich sein, die Radbügel auf dem vorgesehenen Platz zu errichten. Das kann es ja wohl nicht sein!
Ich verstehe nicht, warum dem Bauherren nicht vorgeschrieben wurde, für die Zeit, in der die Baustelle die Errichtung der fixen Radbügel verhindert, mobile Radständer zur Verfügung zu stellen. Bei vielen Veranstaltungen kommen diese mobilen Radständer bereits zur Anwendung. Hier haben die Behörde und SP-Bezirksvorsteher Kubik wieder einmal versagt. Spätestens bei der Ortsverhandlung für die Baustelle hätten sie diese Maßnahme vom Bauherren verlangen müssen. Es zeigt sich einmal mehr, dass der Radverkehr dem Herrn Bezirksvorsteher ziemlich wurscht ist.
Was kann man nun tun?
Wir werden halt wieder mal versuchen mit einem Antrag eine Nachrüstung zu erreichen. Und sonst kann ich jedem nur empfehlen, beim Bezirksvorsteher Radbügel für die U2-Station einzufordern. Mal sehen, wie lange es dauert, bis er reagiert.
Wolfgang


es fehlen nicht nur dort Radbügel
Es gibt auch beim Ausgang Novaragasse ein absurdes Missverhältnis zwischen der Zahl der mehr oder weniger benützten Leihräder bzw. deren Bügel (ich glaube >20) und den Bügeln für Eigenräder (4). Die Anordnung der Leihradbügel schafft sogar eine relative Barriere beim Zugang aus Richtung Glockengasse. Die Waschküchen der Häuser quellen über von Rädern und da wird so getan als müsste man den Leopoldstädtern das Radfahren erst mal per Verleih nahebringen. 6-10 Stück würden’s auch tun – habe noch nie mehr entliehen gesehen. Sieht mehr nach Pflichtkontigent für den Sponsor als nach Planung aus.
Das Resultat sind wieder an Lampen, Verkehrszeichen angehängte Räder, die t.w. die Fussgeher behindern.
Der Rat: Weniger Leihrad – mehr Eigenrad (-Stellplätze), auch bei anderen – kommenden U-Stationen!
Es fehlen leider in ganz Wien Radbügel. Solange die Bezirke nicht bereit sind, ausreichend Bügel zu finanzieren oder es genügend Geld dafür aus dem Zentralbudget gibt, bleibt die Versorgung mit Radbügel leider weiterhin Flickwerk und ein begrenzender Faktor für den Radverkehr.
Ich schau mir die Situation in der Novaragasse einmal vor Ort an.
ciao, wolfgang
Wir haben den entsprechenden Antrag im Oktober 2008 gestellt und im März haben wir die Antwort bekommen, dass 8 Ständer im Frühjahr aufgestellt werden sollen. Das stand in einer Antwort von Frau Stadträtin Brauner. Schriftlich haben wir die Antwort nicht, da sie uns der Bezirksvorsteher verweigert hat.
Es besteht also Hoffnung…