Alle paar Monate verschwindet auf der Schüttelstraße die Radarbox. Und nach ein paar Monaten ist sie plötzlich wieder da. Geisterhaft, keiner weiß warum. Wer allerdings glaubt, dies fällt niemanden auf, der irrt gewaltig. Den Menschen, die am Schüttel wohnen müssen, fällt es schon im Schlaf auf. Denn durch den Wegfall der Radarbox erhöht sich automatisch die Durchschnittsgeschwindigkeit und damit auch die Lärmbelästigung für alle AnwohnerInnen.
Die Belastungen der SchüttelstraßenbewohnerInnen sind ja ohnehin bereits im Grenzbereich des Erträglichen. Nicht zuletzt wegen der LKW-Mautflüchtlinge, die beim Prater von der Autobahn abfahren und auf der Nordbrücke wieder auffahren. Eine Tatsache, die wir Grüne nun schon seit Jahren aufzeigen, die aber von der Bezirks-SPÖ mit Beharrlichkeit geleugnet wird.
Wir fordern daher schon lange eine radikale Entschleunigung für den Schüttel, sprich; Reduzierung des Verkehrs bei gleichzeitiger geringerer Fahrgeschwindigkeit.
Dies würde nicht nur den BewohnerInnen des Schüttels gut tun, sondern die Leopoldstadt vielleicht auch vom letzten Platz der Luftgütestatistik in Wien wegbringen.
Doch leider Fehlanzeige. Selbst die simpelste Maßnahme wie die dauerhafte Aufstellung einer Radarmessstelle wird von den „Zylinderköpfen“ unterminiert.
Das ist den BewohnerInnen des Schüttels nicht länger zumutbar. Denn wo sonst ist eine Radarbox so sinnvoll, wie am Ende einer Autobahn, um den Temporausch zu brechen.
Wien und die Leopoldstadt sind eben anders. Ist aber kein Naturgesetz.
Ihr Adi Hasch












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