Aktionstag am Sa, 7. November!

15 10 2009

www.erlustigung.org





9. November – Gedenken: Cécile Cordon liest Josef Roths „Hiob“

5 11 2009

Montag, 9.11., Galerie Vor Ort, 19.00 Uhr, Wohlmutstraße 14-16

Cécile Cordon liest Josef Roth

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels initiierte in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 einen gegen Juden gerichteten Pogrom als „spontane“ Vergeltungsmaßnahme, weil am 7. 11. 1938 der 17-jährige Herschel Grynszpan in Paris auf den Diplomaten Ernst vom Rath schoß, der zwei Tage später starb.
In Wien wurden im Verlauf des Pogroms, der hier mehrere Tage dauerte, 42 Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt und verwüstet. Tausende jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden, so sie nicht „arisiert“ worden waren, geplündert, zerstört und beschlagnahmt. Tausende Wiener Juden wurden inhaftiert, 3.700 von ihnen im KZ Dachau.
Zum Gedenken an diese Nacht und an den 70. Todestag von Joseph Roth (27. Mai), liest Cécile Cordon aus dem Buch HIOB, 2. Teil: die Jahre in Amerika, von Joseph Roth.

Joseph Roth, geb. 2. 9. 1894 in Brody im ehemaligen Kronland der k. u. k. Monarchie Galizien. Heute gehört Brody und Lemberg zur Ukraine. Er studierte in Lemberg und Wien und lebte später in Paris, wo er am 27. Mai 1939 starb.
Von seinem großen Werk sind die Romane: Kapuzinergruft, Radetzkymarsch und Hiob die bekanntesten. HIOB kam 1930 heraus. Natürlich landete er in der Nazi-Zeit auf dem Scheiterhaufen, doch konnte dies seine Auferstehung nicht verhindern.

Cécile Cordon, langjährige grüne Bezirks- und Gemeinderätin, beantragte die Straßenbenennung nach Joseph Roth im Nordbahnhofgelände, wo sie sich auch als erste für eine Benennung nach Deportierten vom Nordbahnhof einsetzte. So sind auch Gassen nach Eva Popper (war erst wenige Wochen alt, als sie deportiert wurde) und der Ärztin Fanny Mintz benannt.
Nach der Politik zog sich Cécile nicht in einen ruhigen Ruhestand zurück, sondern unterstützt aktiv den 2004 gegründeten Verein CONFINIS, organisiert für diesen mildtätige Projekte in Entwicklungsländern, vor allem in Osteuropa und ist Vorstandsmitglied der Theodor Kramer Gesellschaft.

Am 10. Dezember 2009 um 10 Uhr wird im Wappensaal im Rathaus Cécile Cordon das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien überreicht, „in Würdigung ihrer Leistungen“.

Wir gratulieren herzlich!





Vorbild Salzburg

31 10 2009

Letzte Woche war ich beruflich in Salzburg. Nach den Terminen habe ich mir noch einige gute Verkehrslösungen angeschaut, an denen sich Wien ein Beispiel nehmen sollte.

Radfahren in der FuZo Linzerstraße erlaubt

Radfahren in der FuZo Linzerstraße in Salzburg problemlos möglich

1)      Radfahren in der Fußgängerzone.

Was in Wien – bis auf ganz wenige Ausnahmen – nicht geht, dürfte in Salzburg (gesehen in der FuZo Linzerstraße) keine Probleme machen. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Kärntnerstraße in Längsrichtung) sollte das auch in Wien zur Regel werden.

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2) Vorgezogene Haltelinie an Kreuzungen für RadfahrerInnen.





Irma Schwager berichtet von der „Mädelarbeit“ in Frankreich: Im Kampf um die Freiheit

30 10 2009

Die mittlerweile 90jährige Irma Schwager – aufgewachsen in der Leopoldstadt, wo sie auch jetzt noch wohnt, war sie mit Selma Steinmetz in Frankreich im Widerstand und sie hielt auch heuer wieder beim Selma-Steinmetz-Fest in der noch immer Arnezhoferstraße eine Festrede = Brandrede gegen Faschismus und Rassimus – erzählt kommenden Montag von ihrer Widerstandstätigkeit in Frankreich.
Jederfrau sollte sich Zeit nehmen diese großartige Frau zu erleben!

Wann und Wo?





Kunst am Praterstern, Vorplatz West-Ost-Venedigerau und Fluc

29 10 2009

URBAN SIGNS – LOCAL STRATEGIES – CONTINUED

Sechs Positionen aktueller Kunst am Praterstern, Vorplatz West-Ost-Venedigerau und Fluc
analysieren das Ineinanderspielen von durch temporäre Installationen und Interventionen.

Marita Frasers und Alex Lawlers, Heavy Work (stack)
Sonja Gangl, 1 : 2,35
Nikolaus Gansterer, The Urban Alphabet
Christian Mayer, Versetzung der Welt
Viktoria Tremmel / Andreas Strauss, TS 001 LUX
Johannnes Vogl, O.T. (Lichtung)

Acht KünstlerInnen treten seit Anfang Oktober, mit ihren 2009 realisierten Projekten in unmittelbare Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Außenraum der Stadt und dessen gegenwärtigen Entwicklungen und Transformationen rund um den Praterstern.

Historischer Hintergrund





Angst vor den Grünen Frauen?

15 10 2009

Oder echte Angst vor Frauenarmut? Eine grüne Rathausfrau als Symbol für die Gleichstellung in der Stadt? Zu alle diesen Themen haben wir spannende Veranstaltungen zum Vormerken:

Wer hat Angst vor den Grünen Frauen…?
Provokante Thesen wie „Frauen haben die Positionen, Männer die Macht“ oder „Der Abwahl von Voggenhuber löste bei Männern Kastrations-Ängste aus“ werden wir auf unterhaltsame Art & Weise diskutieren. Es gibt einen kurzen inhaltlichen Input zum Thema: Wozu Feminismus?
Begrüßung: Frauensprecherin Monika Vana. Input und Gruppenleitung: Martina Wurzer, BRin Leopoldstadt, Eva Lachkovics, GRin und Georg Prack, BR Favoriten.
Wann/Wo: am 19.10. / um 18:30 Uhr / im Grünen Haus, Lindengasse 40, 1070 Wien
Keine Anmeldung, einfach vorbeikommen und mitdiskutieren!

Frauen Vollversammlung und weitere Termine





„Großparkplatz“ Hollandstrasse: Parken jetzt auch noch am eh schon verschmälerten Gehsteigerl, und am Radstreifen möglich..

12 10 2009

Erst unlängst wurde der stadteinwärts linke Gehsteig der Hollandstrasse von angemessener Breite (die Hollandstrasse ist nunmal eine breite Straße), in einer geradezu unglaublichen Aktion, auf die amtliche Mindestbreite von 2m zurückgestutzt, und damit die Fahrbahn verbreitert — wir berichteten darüber.

Doch die Architekten dieser heroischen Leistung haben bei dieser Gelegenheit auch weitere Erleichtungen für den bedauernswerten Autoverkehr durchgesetzt:

So wurde der Randstein von ehemals fast 25cm auf leicht überfahrbare  Höhe von weniger als 10cm heruntergesetzt, um dem motorisierten Individualverkehr die leichtere Auffahrt auf den Gehsteig selbst, zum Zwecke des Parkens, zu ermöglichen.

Kinder- gegen Lieferwägen





Ich bin echt sauer

9 10 2009
Literatur à la FPÖ

Literatur à la FPÖ

Der Ghostwriter der FPÖ für Presseaussendungen ist offenbar ein echt begnadeter Stammtisch-Literat. Im Ernst. Zwar sorgen seine Formulierungen immer wieder für Erheiterung, aber vom schriftstellerischen Standpunkt aus gesehen hat der Mann (eine Frau wird es bei der FPÖ wohl kaum sein) echt was drauf. Ohne wenn und aber.

Ein gutes Beispiel dafür war die heutige Presseaussendung des FP-Klubobmanns der Leopoldstadt. Eine Rücktrittsaufforderung klingt normalerweise wesentlich fader.

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Mit wem die FPÖ sich bettet

8 10 2009

In der BV vom 29.9.09 gab es 3 Anträge zu den Wagenplätzen, und eine Diskussion darüber.

An diesem Beispiel Wagenplätze lässt sich sehr gut sehen, mit wem die FPÖ im Bett liegt:
Auf der Neonaziseite alpen-donau, die außerdem das Urheberrecht für Fotos völlig außer Acht lässt und Fotos ohne Genehmigung veröffentlicht, heißt es verhetzend und rassistisch:

Die Wohnwagenspinner wollen die Miete aber einem „guten Zweck“ zukommen lassen, nämlich dem Verein Ute Bock. Der Verein der „Negermama Bock“, der sich ausschließlich für Neger und andere Wirtschaftsflüchtlinge einsetzt ist den Wienern ja sattsam bekannt. So sind fast alle Rauschgiftneger Wiens in den Häusern von Frau Bock gemeldet…
Eine Investition, die sich bei einem befristeten Vertrag und für herumziehende Nomaden die sich wie Juden und Zigeuner gebärden, eben nicht rentiert. In den letzten Wochen ziehen die Wohnwagenfiguren jetzt von Grundstück zu Grundstück.
Und: … Wer glaubt, über dem Gesetz zu stehen, muß rasch eines Besseren belehrt werden, halten die FPÖ-Mandatare fest.

Unter „Verweise“ ist auch ein Link zur FPÖ zu finden:





Augartenspitz gewaltsam geräumt – was gilt das Wort des Bürgermeisters?

7 10 2009
Die Sängerknaben-Truppe bei der Arbeit

Die Sängerknaben-Truppe bei der Arbeit

Mitten in der Nacht, heute um 4 Uhr, standen 3 PolizistInnen und ca. ein Dutzend Männer in Zivil vor dem Eingang zum Augartenspitz.
Und tatsächlich, die private Truppe im Auftrag der Sängerknaben stürmt das Gelände und errichtet erneut einen Bauzaun. :shock:

Stadt Wien putzt sich ab
Heute wurde jedenfalls die Hinhaltetaktik von Bürgermeister Häupl offenkundig. Weder hat er zwischen den Konfliktpartnern vermittelt noch ging die heutige Räumungsaktion ohne Polizeieinsatz von statten.

Die Bürgerinitiative hatte den Bürgermeister wiederholt zu Gesprächen eingeladen, – schlussendlich immer vergeblich.
Sein Spezi Walter Nettig, Altknabe der Wiener Sängerknaben, hatte den Medien wiederholt erzählt, er würde mit den Anrainern und der Bürgerinitiative reden – und hat es natürlich nie getan, sondern Gespräche seit jeher verweigert.

Ungeachtet der Auflösung der Besetzung wollen die AktivistInnen weiterhin ihren Protest kundtun. Für 18.00 Uhr plant der Verein „Freunde des Augartens“ eine Kundgebung am Augartenspitz. Je mehr AugartenfreundInnen daran teilnehmen, desto besser. Die PolitikerInnen sollen sehen, dass der Erhalt des Augartenspitzes vielen Menschen (und damit potentiellen WählerInnen, Herr Häupl) am Herzen liegt.
Bitte kommt alle.

Wolfgang

Die Bürgerinitiative hat den Bürgermeister zu einem Gesprächstermin eingeladen - vergeblich

Die Bürgerinitiative hat den Bürgermeister zu einem Gesprächstermin eingeladen - vergeblich