Entschleunigung am Schüttel – aber rasch!

2 09 2010
Halterung ohne Radarbox an der Schüttelstraße

Alle paar Monate verschwindet auf der Schüttelstraße die Radarbox. Und nach ein paar Monaten ist sie plötzlich wieder da. Geisterhaft, keiner weiß warum. Wer allerdings glaubt, dies fällt niemanden auf, der irrt gewaltig. Den Menschen, die am Schüttel wohnen müssen, fällt es schon im Schlaf auf. Denn durch den Wegfall der Radarbox erhöht sich automatisch die Durchschnittsgeschwindigkeit und damit auch die Lärmbelästigung für alle AnwohnerInnen.

Die Belastungen der SchüttelstraßenbewohnerInnen sind ja ohnehin bereits im Grenzbereich des Erträglichen. Nicht zuletzt wegen der LKW-Mautflüchtlinge, die beim Prater von der Autobahn  abfahren und auf der Nordbrücke wieder auffahren. Eine Tatsache, die wir Grüne nun schon seit Jahren aufzeigen, die aber von der Bezirks-SPÖ mit Beharrlichkeit geleugnet wird.
Wir fordern daher schon lange eine radikale Entschleunigung für den Schüttel, sprich; Reduzierung des Verkehrs bei gleichzeitiger geringerer Fahrgeschwindigkeit.

Dies würde nicht nur den BewohnerInnen des Schüttels gut tun, sondern die Leopoldstadt vielleicht auch vom letzten Platz der Luftgütestatistik in Wien wegbringen.

Doch leider Fehlanzeige. Selbst die simpelste Maßnahme wie die dauerhafte Aufstellung einer Radarmessstelle wird von den „Zylinderköpfen“ unterminiert.
Das ist den BewohnerInnen des Schüttels nicht länger zumutbar. Denn wo sonst ist eine Radarbox so sinnvoll, wie am Ende einer Autobahn, um den Temporausch zu brechen.

Wien und die Leopoldstadt sind eben anders. Ist aber kein Naturgesetz.

Ihr Adi Hasch





Openairkino gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen

31 08 2010

Stuwerkomitee, Lokativ und Grüne Frauen Leopoldstadt

laden herzlich zu einem Filmabend und zur Diskussion

Preview des Dokumentarfilmes
DER AUSSTIEG

Österreich 2010, 78 min, Regie: Si.Si. Klocker
Mittwoch, 1. September, 20.00 Uhr vor dem LOKATIV
Ecke Arnezhoferstraße/Wolfgang-Schmälzl-Gasse Stuwerviertel, U1 und U2 Praterstern Im Lokativ bei Schlechtwetter.

In ihrem Film portraitiert SI.SI. Klocker eine Frau, die jahrelang als Sexarbeiterin in diversen Massagestudios, Puffs, Laufhäusern und Begleitagenturen tätig war. Durch die Offenheit und den Charme der Protagonistin zerfallen Mythen und Vorurteile über Sexarbeit.

Anschließend Diskussion mit:

Si.Si. Klocker (Regisseurin)
Claudia Barbara Jarnig (Protagonistin)
Christian Knappik (Administrator der Vernetzungsplattform „www.sexworker.at„)

Wir Grünen Frauen fordern Rechte für Sexarbeiterinnen!

Die Wiener Grünen Frauen sind solidarisch mit den Sexarbeiterinnen und fordern mehr Rechte statt Kriminalisierung der Sexarbeit. Auch in Österreich haben Sexarbeiterinnen das Recht auf die Umsetzung der Menschenrechte, der Arbeits- und Migrantinnenrechte, welche ihnen seit Jahrzehnten verweigert werden. Und nicht irgendwann. Jetzt.

Stuwerviertel: Sexlokale neben Kinderspielplätzen. Straßenprostitution im Wohnviertel. Einbahnen und Polizeipräsenz als Lösung?

Frauen in der Sexarbeit haben ein Recht auf…

- eine verständliche, klare Regelung der Prostitution
- das Ende der Sittenwidrigkeit
- den Stopp der polizeilichen Registrierung
- ein freiwilliges, kostenloses Gesundheitsangebot
- Verhütungsmittel und
- nachhaltige, passgenaue Beratungsangebote

Wiener Grüne Frauen – für sicheres und selbstbestimmtes Arbeiten!

http://gruene.blog2.at/2010/06/02/2-juni-internationaler-hurentag/





Der 80A im Volkertviertel – und was nun?

30 08 2010

Der 80A geht früh schlafen

Über die viel zu kurzen Betriebszeiten des 80A habe ich hier  im Blog ja schon berichtet. Nun hat kurz vor dem Sommer der Verein Grätzl aktiv eine Podiumsdiskussion organisiert, bei der ich gemeinsam mit Bezirksvorsteher Kubik und einem ÖVP-Vertreter am Podium darüber und mit dem Publikum (ca. 30 Personen) diskutieren durfte.

Der 80A auch ein Thema im Bezirksjournal

Interessant war, dass alle Anwesenden (inkl. BV Kubik) für eine Verlängerung der Betriebszeiten waren. Auch der Bezirksvorsteher sah dafür einen Bedarf.

Schön, aber er ließ leider die Frage unbeantwortet, was er nun konkret dafür unternehmen will, um längere Betriebszeiten am 80A zu erreichen. Schließlich hat er dazu von uns allen die besten Voraussetzungen. Denn die Wiener Linien gehören zu 100% der Stadt Wien und die zuständige Finanzstadträtin Brauner gehört bekanntermaßen zur selben Partei wie der Herr Bezirksvorsteher. Vielleicht sollte er einmal versuchen, mit ihr darüber zu reden?

Es reicht nicht, wenn Bezirksvorsteher Kubik behauptet, er sei für längere Betriebszeiten des 80A. Er muss dafür auch entsprechende Aktivitäten setzen. Und zwar vor dem Wahltag am 10. Oktober.

Wir warten…

Wolfgang





Lampigasse und Rembrandtstraße – wieso dauert das so lange?

29 08 2010

Ich frage mich, wieso die Umsetzung mancher kleiner Projekte in der Leopoldstadt oft so lange dauert? Wir Grüne können im Bezirksparlament ja manches mitbeschließen, aber in die Umsetzung bindet uns Bezirksvorsteher Kubik in keinster Weise ein. Daher können wir auch die Abwicklung nicht nachvollziehen.

Zwei Beispiele, um dies zu verdeutlichen.

20 Monate für 4 Schilder

Fall1: Bereits im Oktober 2008 wurde der Grüne Antrag im Bezirksparlament auf Einführung einer Wohnstraße für die Lampigasse beschlossen. Danach haben wir lange nichts mehr davon gehört. Auf Nachfrage hieß es seitens der SPÖ immer, die Planungen liefen noch. Bis schließlich im Juni 2010 – also 20 Monate nach dem Beschluss – die vier (!) Verkehrsschilder in der Lampigasse und in der Nordpolstraße aufgestellt wurden. „Natürlich“ hat uns der Bezirksvorsteher davon nicht informiert, wir haben die Schilder selbst „entdeckt“.

Entschärfung des Übergangs durch Temporeduktion des Autoverkehrs

Fall 2: Der Zebrastreifen über die Rembrandtstraße auf Höhe Krafftgasse wird häufig von AutofahrerInnen ignoriert und ist somit sehr gefährlich. Deshalb habe ich mich sehr darüber gefreut, als der SPÖ-Vertreter in der Verkehrskommission vom Juni 2009 erklärte, dass die MA46 bereits ein Projekt mit einer Fahrbahnaufdoppelung ausgearbeitet hat. Auch hier geschah danach 14 Monate nichts, bevor in der letzten Woche endlich die Umbauarbeiten der Kreuzung begannen. Ob der Zeitpunkt des Baubeginns wohl mit den bevorstehenden Wahlen zusammenhängt?

Wolfgang





Zweierlei Maß

27 08 2010

Am frühen Abend des 24.8. saß ich mit Freunden im Schanigarten vom Cafe Korb in der Tuchlaube im ersten Bezirk.

Wie in fast allen Schanigärten Wiens kam auch hier eine Augustin-Verkäuferin mit migrantischem Hintergrund vorbei und bot ihre Zeitung an. Plötzlich schoss der Kellner, auch mit migratischem Hintergrund (Deutscher), auf die Augustin-Verkäuferin zu und schrie, dass sie sich schleichen soll und der Augustin in diesem Lokal nicht angeboten werden darf. Er verlangte ihre Legitimationsnummer und meinte, dass er sich bei der Redaktion beschweren wird. Er kam von seinem Ärger auch nicht runter als wir ihm sagten, wir haben diese Frau zu uns gerufen, um ihr zwei Zeitungen abzukaufen.

„Die dürfen hier nicht rein, die dürfen hier nicht rein“, kläffte er weiter.

Als wenig später der Kronenzeitungsverkäufer, vom Kellner unbehelligt durch die Tischreihen „tanzen“ durfte, musste ich ihn schon zur Rede stellen, ob im Cafe Korb mit zweierlei Maß gemessen wird. Seine lapidare Antwort:

„Die Kronenzeitung ist was anderes.“

Meine Frage: Ob er das inhaltlich meint, verneinte er. Aber was dann? Da ich annehme, dass der Kellner, der ja selbst einen migrantischen Hintergrund hat, nicht aus rassistisch motivierten Gründen gehandelt hat, muss ich davon ausgehen, dass es hier eine Weisung der Geschäftsleitung gibt, die „Armut“ vom Lokal fernzuhalten.

Wahrlich ein Armutszeugnis.

Adi Hasch





Straßenbahnen für den Nordbahnhof

24 08 2010
Straßenbahnen haben viele Vorteile, die SPÖ Leopoldstadt sieht das anders

Straßenbahnen haben viele Vorteile, die SPÖ Leopoldstadt sieht das anders

Es ist noch keine 2 Jahre her, da haben SPÖ und ÖVP die Straßenbahnlinie 21 abgedreht und sich dafür auch noch medial feiern lassen. BV Kubik hat damals vom neuen Bus 82A als neuen Mega-21er geschwärmt und VP-Stadtrat Walter hat sogar einen eigenen Brief an alle Haushalte im Stuwerviertel geschrieben, um den 82A als ÖVP-Erfindung zu reklamieren. Heute ist klar, dass der 82A ein Rohrkrepierer ist.

Sehr amüsant war letzte Woche auch ein kleiner Schlagabtausch zwischen dem Wiener SP-Verkehrssprecher Hora und VP-Stadtrat Walter per Presseaussendung. Während Walter sich um die schlechte Verkehrserschließung der neuen Wohnbauten am Nordbahnhofgelände sorgt, lobt Hora das dortige Öffi-Angebot in höchsten Tönen.

In diesem Zusammenhang muss ich wieder mal daran erinnern, dass im Verkehrskonzept der Stadt Wien von 2003 eine Straßenbahn vom Praterstern quer durch das Nordbahnhofgelände zum Fr. Engelsplatz geplant war und schließlich der Abneigung der SPÖ gegenüber Straßenbahnen zum Opfer gefallen ist.

Wir Grüne haben schließlich im Frühjahr eine Kampagne gestartet, dieses Viertel optimal anzubinden – und fordern die Autobuslinie 11A in eine Straßenbahnlinie umzuwandeln.
Auf Grund dieser Grünen Aktion kommt jetzt, als kurzfristige zweitbeste Lösung, eine zusätzliche Autobuslinie – und v.a. bekommt der 11A die Endstation beim Einkaufscenter beim Stadion. Ein Grund mehr, den unnötigen 82A endlich einzustellen.

Dennoch bleibt es dabei, dass der 11er statt dem 11A, ein verlängerter O durch das Nordbahnhofgelände und eine eigene Straßenbahnlinie zwischen Schwedenplatz und Praterstern die besseren Lösungen sind. Auch wenn Straßenbahnen bei der SPÖ offenbar nicht mehr hoch im Kurs stehen.

Wolfgang





Ist die SPÖ noch zu retten?

23 08 2010

Ja, da war ich ziemlich geschockt, als ich im Bezirksjournal sah, dass ich auf dem Foto von der von den Grünen beantragten Bürgerversammlung im Stuwerviertel nicht zu sehen war. Hatte ich doch diese Versammlung bis zum Schluss nicht verlassen!

Links: Das ziemlich schlecht retuschierte Foto

Aber es war rasch zu erkennen – und da braucht man kein Kriminologe zu sein -, das Bild wurde (stümperhaft) manipuliert. Das Bild hat die SPÖ der Zeitung zur Verfügung gestellt. – Der Text des Artikels des Bezirksjournals „Adi Hasch kopflos“ siehe unten.

SPÖ von Angst getrieben?

Selbstverständlich macht man sich Gedanken darüber, was die SPÖ veranlasst hat, mich da raus zu retuschieren:
- Haben sie Angst vor den Grünen?
- Muss ich als Bezirksvorsteher-Stellvertreter aus dem öffentlichen Bild verschwinden?
- Sind die SPÖ-Umfragewerte im Bezirk so desaströs, dass den politischen Mitbewerbern keine Bühne geboten werden darf?
- Bisher kannte ich solche Methoden nur von Stalin. Dieser hat seine politischen Gegner, wie z.B. Leo Trotzki, aus allen offiziellen Fotos raus retuschieren lassen. Das war in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Und Stalin war kein Guter.

Ich will ja der SPÖ nicht unterstellen, dass sie Stalinisten sind, aber eine Entschuldigung für ihr Verhalten würde ich für durchaus angebracht halten. Das Leben geht schließlich auch nach einer Wahl wieder weiter.

Adi Hasch

- Artikel im Bezirksjournal





NEUE Bushaltestelle – Stadionbad (77A+84A)

13 08 2010

Kundenwünsche an die Wienerlinien brauchen in der Leopoldstadt etwas länger bis zu deren Umsetzung. In Richtung U2 gibt es für die Busse 77A und 84A die Haltestelle „Stadionbad“ direkt bei der Hauptallee. Richtung Schlachthausgasse fehlte diese Haltestelle „Stadionbad“.

In der Bezirksvertretungssitzung am 16. 12. 2008 haben wir daher einen Antrag zur Errichtung einer Haltestelle in Richtung Schlachthausgasse gestellt. Dieser Antrag wurde auch einstimmig angenommen.

In der Bezirksvertretungssitzung vom 24. 3. 2009 verliest BV. Gerhard Kubik die Antwort von Fr. Vbgm. u. StR. Renate Brauner: Sie hat sich bei den Wiener Linien erkundigt -> Diese zusätzliche Haltestelle würde den Fahrgästen nicht viel bringen.

Haltestelle - Stadionbad - 77A und 84A

Am 4. 8. 2010 kam dann die Wende, die Wienerlinien haben den Kundenwunsch erhört und so hat die Haltestelle „Stadionbad“ für die Busse der Linie 77A und der Linie 84A, in Richtung Schlachthausgasse, den Betrieb aufgenommen und wird bereits von den Menschen mit Freude angenommen.

So hat die Buslinie 84A auch noch eine neue Haltestelle erhalten, bevor diese bewährte Linie am 2.10.2010 Ihren Betrieb einstellt.

Mehr Bilder auf flickr Leopoldstadt

Robert





Auf die Radler „vergessen“

7 08 2010

Radfahren in der Leopoldstadt, Teil 2

Weitere 2 radfeindliche Örtlichkeiten in der Leopoldstadt:

RadfahrerInnen haben sich bei Baustellen in Luft aufzulösen

1) Die Wehlistraße östlich des Stadions wird derzeit umgebaut. Statt den 21er-Schienen wird es in Zukunft Schrägparkplätze geben. Außerdem wird es einen völlig sinnlosen Radweg geben. Dieser Radweg in einer Nebenstraße, am Gehsteig, versteckt hinter der Parkspur, mit lauter potentiellen Konfliktpunkten mit dem Autoverkehr bei jeder Kreuzung, ist nicht nur unnötig, sondern sogar gefährlich. Radstreifen auf der Fahrbahn wären die viel bessere Lösung.

Doch auch in der Bauphase zeigt die rote Bezirksvorstehung ihr Desinteresse an guten Radverbindungen. Im Zuge der Baustelle wurde in der Wehlistraße ab dem Marathonweg eine Einbahnregelung eingeführt – ohne Ausnahme für den Radverkehr. Wollen RadfahrerInnen ab dem Stadioncenter zum Praterkai fahren, so bleibt ihnen legalerweise jetzt nur mehr der Handelskai. Und der ist für RadfahrerInnen nicht wirklich zu empfehlen.
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Fahrplandaten der Wiener Linien gehören allen Wienern!

6 08 2010

Schon seit längerer Zeit ist es nicht mehr möglich mit Google Maps sich die nächsten Verbindungsmöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B in Wien anzeigen zu lassen.

Wer mit Hilfe von Google Maps, Bing Maps oder  anderen sich einen Überblick über die Stadt verschafft und im Anschluss eine Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sucht, muss sich erst auf der Karte nahegelegene Haltestellen suchen und dann zur Homepage der Wiener Linien gehen und dort diese eingeben. Das mag nicht nach viel Aufwand klingen, kann aber auf Handys schon etwas mühsamer sein.
Gerade unterwegs ist eine rasche Auskunft hilfreich!